Das
kleine abessinische Land am Horn von Afrika war von 1890 - 1941
italienische Kolonie, dann unter britischem Protektorat. 1950 verfügte
die UNO gogen den Willen der Mehrheit der Eritreer und Eritreerinnen
eine Förderation mit Äthiopien. Die Abschaffung der zugesicherten
innenpolitischen Autonomierechte durch Äthiopien endete 1961 mit der
militärischen Besetzung Eritreas und der Einverleibung als 14. Provinz
des Kaiserreichs. Es begann ein zermürbender, 30 Jahre andauernder
Guerillakrieg gegen die äthiopischen Besatzungstruppen. Im Mai 1991
befreite die Eritreische Volksbefreiungsfront EPLF schließlich da Land.
Am 24. Mai 1924 wurde Eritrea ein unabhängiger Staat, dieser Tag ist
heute Nationalfeiertag. Der offizielle Name lautet Hagere Ertra. Seit
1993 ist Isaias Afeworke Präsident einer Übergangsregierung.
Lesenswertes auch unter http://en.wikipedia.org/wiki/History_of_Eritrea
Eritrea
grenzt im Norden an den Sudan, im Westen und Südwesten an Äthiopien und
im Süden an Djibouthi, entlang der rund 1.200km langen Ostküste
erstreckt sich das Rote Meer. Über weite Teile vor allem des Inlandes
erstreckt sich das abessinische Hochland, das zu den Ränder jeweils
flach abfällt. Sogar unter Meeresniveau liegt die Danakilsenke im
Süden/Südosten. Die Gesamtfläche umfasst 121.320km².
Die Gesamtbevölkerungszahl wird mit rund 5.000.000 Eritreern angegeben, von denen rund 2.000.000 im Ausland leben.
Die
Hauptstadt Asmara liegt auf 2.000 Meter Höhe auf dem abessinischen
Hochland, bekannte Hafenstädte sind Massawa und Assab, Städte von
regionaler Bedeutung sind Keren und Mendeferra. Die nationale Währung
sind Nakfa.
Eritrea
ist ein Vielvölkerstaa, deren Hauptgruppen Tigrinia, Tigre, Kunama,
Afar und Saho sind, die Hauptsprachen sind ebenso Tigrinia, Tigre,
Arabisch, Afar, andere Kushitische Sprachen, Englisch und Italienisch
beherrschen ebenfalls viele Eritreer. In Eritrea leben Moslems,
Eritreisch-orthodoxe Kristen, Katholiken und Prostestanten bisher in
friedlicher Koexistenz. Andere religiöse Gruppen sind allerdings
verboten.
1998 kam es erneut
zu einem Grenzkrieg zwischen Äthiopien und Eritrea, der zwar beigelegt
wurde, aber ein dauerhafter Frieden konnte nicht geschaffen werden. Der
schwelende Konflikt, und die Militarisierung haben ihre Spuren
hinterlassen, die Entwicklung des Landes, das zu den ärmsten Welt
zählt, kam gänzlich zum Erliegen. Trotz alledem - oder vor allem deswegen - die Menschen in Eritrea brauchen Hilfe, Unterstützung, internationale Aufmerksamkeit.
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