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Im
Mai 1991 endete für das kleine Eritrea am Horn von Afrika ein dreißig
Jahre andauernder Befreiungskrieg gegen Äthiopien. Am 24. Mai 1993
wurde Eritrea ein unabhängiger Staat. Dreißig Jahre Kampf hatten ihre
zerstörerischen Spuren hinterlassen. Es mangelte an Schulen,
medizinischer Versorgung, Straßen, die Landwirtschaft lag danieder,
Industrien fehlten fast gänzlich. Eritrea zählte und zählt heute noch
zu den ärmsten Ländern der Erde.
Überall
auf der Welt lebende Exileritreerinnen und -eritreer, die aus ihrer
Heimat geflüchtet und in den 80er Jahren in den westlichen Ländern noch
auf Basis einer menschlichen Flüchtlings- und Asylpolitik einen
sicheren Aufenthalt gefunden hatten, wollten natürlich sofort beim
Wiederaufbau ihrer Heimat helfen. In Darmstadt lebende Eritreerinnen
und Eritreer sowie deutsche Freunde gründeten im Juni 1991 den
Freundschaftsverein Eritrea e.V. und entschlossen sich, in Eritreer den
Bau einer Grundschule im ländlichen Raum zu unterstützen.
50.000
Euro sollte der Bau der Afgringa-Schule kosten - ein Menge Geld. Wir
starteten bei Null - aber voller Enthusiasmus, Selbstvertrauen und mit
einem positiven Blick in die Zukunft.
"Feiern für einen guten Zweck" war und ist unser Motto.
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